Nachmittags Sonne auf der Terrasse klingt schön – bis es zu heiß wird oder die Markise beim ersten kräftigen Wind Sorgen macht.
Damit Sie lange Freude an Ihrer Markise haben, sollten Sie vor dem Kauf auf ein paar entscheidende Punkte achten.
Kassettenmarkise oder offene Markise?
Nicht jede Markise ist gleich gut geschützt.
Kassettenmarkisen schließen im eingefahrenen Zustand vollständig. Tuch und Mechanik sind vor Regen, Schmutz und UV-Strahlung geschützt.
Offene Markisen sind günstiger, aber dauerhaft stärker der Witterung ausgesetzt.
Praxis-Tipp:
Wenn die Markise nicht unter einem Dachüberstand sitzt, ist eine Kassettenmarkise fast immer die langlebigere Lösung.
Die richtige Größe und Ausladung
Viele denken zuerst an die Breite – entscheidend ist aber auch, wie weit die Markise ausfährt.
Fragen, die geklärt sein sollten:
- Wie tief ist Ihre Terrasse?
- Wo steht die Sonne nachmittags?
- Soll auch bei tief stehender Sonne noch Schatten entstehen?
Eine zu kleine Markise führt oft dazu, dass trotz Investition weiterhin geblendet wird.
Neigungswinkel und Regentauglichkeit
Markisen sind in erster Linie Sonnenschutz, kein Regendach.
Damit Regenwasser ablaufen kann, braucht die Markise eine ausreichende Neigung. Ist sie zu flach eingestellt, kann sich Wasser im Tuch sammeln – sogenannte Wassersäcke entstehen. Das belastet Gelenkarme und Tuch enorm.
Wichtig:
Leichter Nieselregen ist meist unkritisch – bei stärkerem Regen oder Wind sollte die Markise eingefahren werden.
Windstabilität ist begrenzt
Auch hochwertige Markisen sind keine Sturmsicherung. Je nach Bauart sind sie in sogenannte Windklassen eingeteilt.
Was viele unterschätzen:
Böiger Wind wirkt wie ein Hebel auf die Gelenkarme. Schäden entstehen oft plötzlich – nicht langsam.
Sinnvolle Lösung:
Ein automatischer Windsensor fährt die Markise ein, bevor es kritisch wird. Besonders empfehlenswert, wenn tagsüber niemand zu Hause ist.
Kurbel oder Motor?
Früher Standard, heute Komfortfrage.
Motorisierte Markisen bieten:
- bequemes Ein- und Ausfahren per Schalter oder Fernbedienung
- Einbindung in Smart-Home-Systeme
- Kombination mit Sonnen- und Windsensoren
Gerade größere Markisen lassen sich per Kurbel oft nur mit Kraftaufwand bedienen – und werden dann im Alltag seltener genutzt.
Wann ist eine Pergola-Markise die bessere Lösung?
Bei großen Terrassen oder windoffenen Lagen stoßen klassische Gelenkarmmarkisen an ihre Grenzen. Hier kommt die Pergola-Markise ins Spiel.
Sie wird zusätzlich über vordere Stützen geführt. Dadurch ist das Tuch deutlich stabiler gespannt und die Konstruktion insgesamt wesentlich windresistenter.
Vorteile einer Pergola-Markise:
- ✔ Deutlich höhere Stabilität bei Wind
- ✔ Große Flächen beschattbar
- ✔ Oft besser für leichten Regen geeignet
- ✔ Klare, moderne Optik mit Terrassendach-Charakter
Zu beachten:
Pergola-Markisen benötigen Fundamente oder feste Befestigungspunkte für die Stützen. Dafür bieten sie aber deutlich mehr Nutzungssicherheit als eine freitragende Markise.
Fazit
Eine Markise ist eine Investition für viele Jahre.
Wer nur nach dem Preis entscheidet, spart oft am falschen Ende – besonders bei Tuchschutz, Windüberwachung und Bedienkomfort.
Je nach Terrassengröße und Windlage kann sogar eine Pergola-Markise die sinnvollere Wahl sein.
Persönliche Beratung macht den Unterschied
Jede Terrasse ist anders: Ausrichtung, Windlage, Fassadenaufbau und Nutzungsgewohnheiten spielen eine große Rolle. Vor Ort lässt sich schnell klären, welche Markisenart technisch und optisch wirklich passt.
Lassen Sie sich beraten, bevor Sie sich entscheiden – das zahlt sich langfristig aus.
Kassettenmarkise oder offene Markise?
Nicht jede Markise ist gleich gut geschützt.