Einfamilienhaus mit Raffstores im Erdgeschoss und Rollläden im Obergeschoss.
Im Erdgeschoss sorgen Raffstores für Tageslichtlenkung und sommerlichen Wärmeschutz. Im Obergeschoss bieten Rollläden zusätzlich Verdunkelung und Privatsphäre – ideal für Schlafräume.

Ein Ratgeber aus der Praxis

An einem sonnigen Sommertag kann sich ein Wohnraum innerhalb weniger Stunden deutlich aufheizen. Der Fernseher spiegelt, der Bildschirm im Homeoffice blendet und die Terrasse wird ohne Beschattung kaum noch genutzt. Spätestens dann stellt sich die Frage nach dem passenden Sonnenschutz.

Wer sich informiert, stößt schnell auf unterschiedliche Aussagen. Die einen empfehlen ausschließlich außenliegenden Sonnenschutz, andere setzen auf Plissees, Rollos oder Lamellenvorhänge im Innenraum. Nicht selten entsteht der Eindruck, man müsse sich für eine der beiden Lösungen entscheiden.

Aus unserer täglichen Beratung wissen wir jedoch, dass diese Frage zu kurz greift.

Außenliegender und innenliegender Sonnenschutz verfolgen unterschiedliche Ziele. Sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich. Während außenliegende Systeme den sommerlichen Wärmeeintrag wirksam reduzieren können, übernehmen innenliegende Sonnenschutzanlagen andere wichtige Aufgaben. Sie sorgen für Blendschutz, schützen die Privatsphäre, beeinflussen die Lichtstimmung im Raum und sind heute ein wichtiger Bestandteil der Innenraumgestaltung.

Genau deshalb beginnt eine gute Planung nicht mit der Frage „Welches Produkt ist das Beste?“, sondern mit einer anderen Überlegung:

Welches Problem soll eigentlich gelöst werden?

Möchten Sie verhindern, dass sich Ihre Wohnräume im Sommer aufheizen? Soll das Arbeiten am Bildschirm angenehmer werden? Geht es um Sichtschutz vor neugierigen Blicken oder möchten Sie mit Stoffen, Farben und Dessins die Wohnatmosphäre verbessern?

Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Sonnenschutzsysteme infrage. In vielen Gebäuden ist sogar die Kombination mehrerer Systeme die technisch und gestalterisch sinnvollste Lösung.

Sonnenschutz bedeutet heute weit mehr als nur Schatten

Noch vor einigen Jahrzehnten bestand Sonnenschutz häufig aus Rollläden oder Vorhängen. Heute sind die Anforderungen deutlich vielfältiger geworden.

Große Fensterflächen sorgen für helle Räume und schaffen eine enge Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich. Gleichzeitig gelangt dadurch aber auch mehr Sonnenenergie in das Gebäude. Moderne Wohnhäuser, Büros und Wintergärten benötigen deshalb durchdachte Sonnenschutzkonzepte, die unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig erfüllen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Schutz vor sommerlicher Überhitzung
  • Reduzierung von Blendungen
  • Sichtschutz bei Tag und Nacht
  • Schutz von Möbeln, Parkett und Textilien vor UV-Strahlung
  • angenehme Tageslichtnutzung
  • Energieeinsparung durch geringeren Kühlbedarf
  • mehr Wohnkomfort
  • eine harmonische Gestaltung der Innenräume

Es gibt jedoch kein einzelnes Sonnenschutzsystem, das alle diese Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Genau deshalb unterscheiden Fachleute zwischen außenliegendem und innenliegendem Sonnenschutz.

Beide Systeme besitzen ihre eigenen Stärken – und genau diese Unterschiede möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber verständlich erklären.


Unser Anspruch: Wir möchten Ihnen keine bestimmte Produktgruppe verkaufen. Unser Ziel ist es, die Wirkungsweise verschiedener Sonnenschutzsysteme verständlich zu erklären. So können Sie besser einschätzen, welche Lösung zu Ihrem Gebäude, Ihren Räumen und Ihren persönlichen Anforderungen passt.


Was Sie in diesem Ratgeber erwartet

In den folgenden Kapiteln erfahren Sie:

  • warum sich Räume im Sommer überhaupt aufheizen,
  • weshalb außenliegender Sonnenschutz beim sommerlichen Wärmeschutz im Vorteil ist,
  • welche wichtigen Aufgaben innenliegender Sonnenschutz übernimmt,
  • warum Stoffe, Farben und Dessins weit mehr als reine Dekoration sind,
  • weshalb sich beide Systeme häufig sinnvoll ergänzen,
  • und wie Sie die passende Lösung für Ihr Zuhause finden.

Warum sich Räume im Sommer aufheizen

Viele Menschen glauben, dass sich die Luft draußen einfach durch das Fenster in den Raum bewegt und ihn erwärmt. Tatsächlich steckt jedoch ein anderer physikalischer Vorgang dahinter.

Sonnenlicht besteht aus elektromagnetischer Strahlung. Trifft diese Strahlung auf eine Fensterscheibe, geschieht Folgendes:

  • Ein Teil der Sonnenenergie wird von der Verglasung reflektiert.
  • Ein weiterer Teil wird von der Scheibe aufgenommen.
  • Der größte Teil gelangt jedoch durch das Glas in den Innenraum.

Dort trifft die Sonnenstrahlung auf Böden, Wände, Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände. Diese nehmen die Energie auf und wandeln sie in Wärme um.

Die erwärmten Oberflächen geben ihre Wärme anschließend langsam an die Raumluft ab. Gleichzeitig kann ein Teil dieser Wärmestrahlung die Verglasung nicht mehr ungehindert verlassen. Dadurch steigt die Raumtemperatur – ein Effekt, der oft als Treibhauseffekt bezeichnet wird.

Besonders deutlich macht sich dieser Effekt in Räumen mit großen Fensterflächen bemerkbar. Je größer die Verglasung und je länger die direkte Sonneneinstrahlung anhält, desto stärker kann sich der Raum erwärmen.

Dabei spielt auch die Ausrichtung des Gebäudes eine wichtige Rolle. Fenster auf der Südseite erhalten über viele Stunden intensive Sonneneinstrahlung. Besonders kritisch sind jedoch häufig Fenster nach Westen. Am Nachmittag und frühen Abend steht die Sonne tief, sodass ihre Strahlen nahezu ungehindert in den Raum gelangen – genau zu dem Zeitpunkt, an dem sich Gebäude bereits über den Tag hinweg aufgeheizt haben.

Glas ist kein Wärmeschutz gegen Sonneneinstrahlung

Moderne Wärmeschutzverglasungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung im Winter. Sie reduzieren den Wärmeverlust aus dem Gebäude und verbessern den Wohnkomfort.

Im Sommer können sie die Sonneneinstrahlung jedoch nur begrenzt reduzieren. Auch moderne Verglasungen lassen – je nach Ausführung – einen Teil der Sonnenenergie in das Gebäude. Dieser Anteil wird durch den sogenannten Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) beschrieben.

Je höher der g-Wert, desto mehr Sonnenenergie gelangt durch die Verglasung. Ein niedrigerer g-Wert reduziert den Wärmeeintrag, kann jedoch gleichzeitig die natürliche Tageslichtnutzung beeinflussen.

Die Verglasung allein reicht deshalb in vielen Gebäuden nicht aus, um eine sommerliche Überhitzung zuverlässig zu verhindern. Vor allem bei großen Fensterflächen oder stark besonnten Fassaden sind zusätzliche Sonnenschutzmaßnahmen sinnvoll.

Der entscheidende Unterschied

An dieser Stelle kommt der Sonnenschutz ins Spiel.

Entscheidend ist nicht, wie dunkel ein Stoff ist oder wie blickdicht ein Plissee erscheint. Entscheidend ist, an welcher Stelle die Sonnenenergie aufgehalten wird.

Wird die Sonneneinstrahlung bereits vor der Fensterscheibe abgefangen, gelangt deutlich weniger Energie überhaupt in den Raum. Genau nach diesem Prinzip arbeiten außenliegende Sonnenschutzsysteme wie Raffstores, Rollläden, Senkrechtmarkisen oder Markisen.

Befindet sich der Sonnenschutz dagegen hinter der Verglasung, hat die Sonnenenergie das Glas bereits passiert. Ein Teil der Energie wird zwar vom Stoff reflektiert, ein weiterer Teil aufgenommen. Dennoch befindet sich diese Energie bereits im Gebäude und trägt zur Erwärmung des Raumes bei.

Das bedeutet jedoch nicht, dass innenliegender Sonnenschutz wirkungslos ist. Er erfüllt andere Aufgaben, auf die wir im weiteren Verlauf dieses Ratgebers noch ausführlich eingehen werden.

Wärme, Licht und Blendung sind unterschiedliche Themen

In der Praxis werden diese Begriffe häufig miteinander vermischt.

Dabei handelt es sich um drei verschiedene Anforderungen:

  • Sommerlicher Wärmeschutz soll verhindern, dass sich Räume unnötig aufheizen.
  • Blendschutz sorgt für angenehme Lichtverhältnisse, beispielsweise am Bildschirmarbeitsplatz oder beim Fernsehen.
  • Sichtschutz schützt die Privatsphäre, ohne den Raum vollständig zu verdunkeln.

Ein Sonnenschutzsystem kann in einem Bereich besonders leistungsfähig sein und in einem anderen Bereich seine Stärken weniger ausspielen. Deshalb sollte die Auswahl immer anhand der tatsächlichen Nutzung des Raumes erfolgen und nicht ausschließlich nach dem Erscheinungsbild oder dem Preis.


Aus der Praxis

In Beratungsgesprächen hören wir häufig die Aussage: „Wir möchten, dass es im Sommer nicht so warm wird. Gleichzeitig möchten wir aber auch tagsüber nicht im Dunkeln sitzen.“

Genau hier zeigt sich, dass moderner Sonnenschutz weit mehr ist als nur ein Mittel zum Verdunkeln. Ziel ist es, die Sonneneinstrahlung sinnvoll zu steuern: möglichst wenig Wärme, ausreichend Tageslicht und eine angenehme Atmosphäre im Raum.


Außenliegender Sonnenschutz – wirksamer Schutz vor sommerlicher Überhitzung

Wer den Wärmeeintrag in ein Gebäude möglichst gering halten möchte, kommt am außenliegenden Sonnenschutz kaum vorbei.

Der Grund dafür ist einfach: Die Sonnenstrahlung wird bereits abgefangen, bevor sie auf die Verglasung trifft. Dadurch gelangt deutlich weniger Energie überhaupt in den Innenraum.

Dieser Unterschied mag auf den ersten Blick klein erscheinen, ist bauphysikalisch jedoch entscheidend.

Man kann sich das wie einen Sonnenschirm vorstellen. Wer sich unter einen Sonnenschirm stellt, hält die direkte Sonneneinstrahlung bereits über sich auf. Würde derselbe Sonnenschirm erst hinter einer Glasscheibe stehen, hätte die Sonnenenergie das Glas bereits durchdrungen und den Innenraum erreicht.

Genau nach diesem Prinzip arbeiten außenliegende Sonnenschutzsysteme.

Pergolamarkise als außenliegender Sonnenschutz auf einer Terrasse.
Eine Pergolamarkise spendet Schatten auf der Terrasse und reduziert gleichzeitig die Sonneneinstrahlung auf die angrenzenden Wohnräume.

Die Sonne bleibt draußen

Außenliegende Anlagen beschatten die Verglasung von außen und reduzieren dadurch den Wärmeeintrag in das Gebäude. Gleichzeitig erwärmt sich auch die Scheibe selbst deutlich weniger.

Das macht sich besonders bei großen Fensterflächen bemerkbar. Schon wenige Stunden direkter Sonneneinstrahlung können Wohnräume, Büros oder Wintergärten deutlich aufheizen. Ein wirksamer außenliegender Sonnenschutz trägt dazu bei, diese Erwärmung zu begrenzen und den Wohnkomfort zu verbessern.

Je nach Gebäude und Nutzung kann dadurch auch der Einsatz von Klimaanlagen reduziert werden. Das spart Energie und senkt die Betriebskosten.

Welche Systeme gibt es?

Zum außenliegenden Sonnenschutz gehören unterschiedliche Systeme, die jeweils eigene Stärken besitzen.

Einfamilienhaus mit Raffstores im Erdgeschoss und Rollläden im Obergeschoss.
Im Erdgeschoss sorgen Raffstores für Tageslichtlenkung und sommerlichen Wärmeschutz. Im Obergeschoss bieten Rollläden zusätzlich Verdunkelung und Privatsphäre – ideal für Schlafräume.

Raffstores

Raffstores eignen sich besonders für Wohnhäuser und Bürogebäude mit großen Fensterflächen.

Durch die verstellbaren Lamellen lässt sich das Tageslicht gezielt lenken. Gleichzeitig bleibt häufig der Blick nach draußen erhalten, während direkte Sonneneinstrahlung reduziert wird.

Gerade an Arbeitsplätzen ist diese Kombination aus Tageslicht und Blendschutz ein großer Vorteil.

Rollläden

Rollläden bieten nicht nur Sonnenschutz, sondern übernehmen gleichzeitig weitere Aufgaben.

Sie verbessern die Verdunkelung, erhöhen den Sichtschutz und können – abhängig von Bauart und Einbausituation – zusätzlich den Schall- und Einbruchschutz unterstützen.

Im Sommer tragen sie dazu bei, den Wärmeeintrag zu reduzieren. Im Winter können geschlossene Rollläden nachts zusätzlich den Wärmeverlust über das Fenster verringern.

Senkrechtmarkisen

Senkrechtmarkisen kommen häufig bei großen Glasflächen oder bodentiefen Fenstern zum Einsatz.

Sie reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung, ermöglichen – abhängig vom gewählten Tuch – weiterhin den Blick nach draußen und verleihen modernen Gebäuden eine elegante Fassadengestaltung.

Markisen

Viele Menschen verbinden Markisen ausschließlich mit der Terrasse.

Tatsächlich tragen sie auch zum sommerlichen Wärmeschutz der angrenzenden Räume bei. Indem sie Fenster und Fassaden verschatten, gelangt weniger Sonnenenergie ins Gebäude.

Besonders an Süd- und Westfassaden kann dies den Wohnkomfort deutlich erhöhen.

Mehr als nur Hitzeschutz

Außenliegender Sonnenschutz erfüllt heute weit mehr Aufgaben als früher.

Moderne Anlagen lassen sich in Smart-Home-Systeme integrieren und reagieren automatisch auf Sonnenstand, Wind oder Wetter.

Dadurch entsteht ein Sonnenschutz, der nicht nur komfortabel ist, sondern auch energieeffizient arbeitet. Die Anlage fährt beispielsweise bei intensiver Sonneneinstrahlung selbstständig in die Beschattungsposition und schützt das Gebäude, auch wenn niemand zu Hause ist.

Ebenso wichtig ist die gestalterische Wirkung.

Farben, Lamellenformen, Tuchdessins und Kastenvarianten ermöglichen eine harmonische Einbindung in die Architektur. Sonnenschutz ist heute längst Teil der Fassadengestaltung und trägt wesentlich zum Erscheinungsbild eines Gebäudes bei.

Gibt es auch Grenzen?

So wirkungsvoll außenliegender Sonnenschutz ist – eine Universallösung ist er nicht.

Außenliegende Sonnenschutzanlagen sind den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Bei starkem Wind fahren beispielsweise Raffstores oder Senkrechtmarkisen zum Schutz der Anlage automatisch in ihre Sicherheitsposition. In diesem Moment entfällt auch ihr Sicht- und Blendschutz.

Ein innenliegender Sonnenschutz kann diese Aufgabe jedoch weiterhin übernehmen. Er sorgt auch dann für Privatsphäre, reduziert Blendungen und trägt zu einer angenehmen Lichtstimmung im Raum bei.

Gerade solche Situationen zeigen, dass sich außen- und innenliegender Sonnenschutz sinnvoll ergänzen. Während außenliegende Systeme den sommerlichen Wärmeeintrag wirksam reduzieren, übernehmen innenliegende Anlagen ihre Aufgaben unabhängig von Wind oder Wetter und sorgen das ganze Jahr über für Wohnkomfort und eine harmonische Raumgestaltung.


Aus der Praxis

Viele Kunden wünschen sich zunächst vor allem kühlere Räume. Im Beratungsgespräch zeigt sich jedoch häufig, dass gleichzeitig Blendungen am Esstisch, Spiegelungen auf dem Fernseher oder fehlender Sichtschutz stören.

In solchen Fällen reicht der Blick auf den sommerlichen Wärmeschutz allein nicht aus. Erst wenn alle Anforderungen berücksichtigt werden, entsteht ein Sonnenschutzkonzept, das den Alltag tatsächlich verbessert.


Innenliegender Sonnenschutz – weit mehr als nur Sichtschutz

Plissees, Rollos, Vertikaljalousien oder Flächenvorhänge werden häufig unterschätzt. Viele Menschen verbinden sie in erster Linie mit Sichtschutz oder Verdunkelung. Tatsächlich erfüllen innenliegende Sonnenschutzsysteme jedoch deutlich mehr Aufgaben und tragen wesentlich zum Wohnkomfort bei.

Zwar kann ein innenliegender Sonnenschutz die Sonnenenergie nicht bereits vor der Verglasung abfangen. In Bezug auf den sommerlichen Wärmeschutz ist ein außenliegendes System daher grundsätzlich im Vorteil. Dennoch wäre es falsch, daraus zu schließen, dass innenliegender Sonnenschutz nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Anforderungen an einen Wohnraum gehen heute weit über den Schutz vor Hitze hinaus. Tageslicht soll angenehm wirken, Bildschirmarbeitsplätze dürfen nicht blenden, die Privatsphäre soll gewahrt bleiben und gleichzeitig soll sich der Sonnenschutz harmonisch in die Einrichtung einfügen.

Genau hier liegen die Stärken innenliegender Systeme.

Wabenplissee am Fenster für Blend- und Sichtschutz.
Wabenplissees verbinden Wohnkomfort, Sichtschutz und eine angenehme Lichtstimmung.

Angenehmes Tageslicht statt Verdunkelung

Nicht jeder möchte einen Raum vollständig abdunkeln. Häufig geht es vielmehr darum, das Tageslicht gezielt zu lenken.

Je nach Stoffqualität und Transparenz kann ein innenliegender Sonnenschutz das einfallende Licht weicher erscheinen lassen, harte Kontraste reduzieren und eine angenehme Raumatmosphäre schaffen.

Besonders in Wohn- und Esszimmern wird dieser Effekt häufig als deutlich angenehmer empfunden als eine vollständige Verdunkelung.

Blendfreies Arbeiten

Mit der zunehmenden Verbreitung von Homeoffice hat der Blendschutz an Bedeutung gewonnen.

Direkte Sonneneinstrahlung auf Bildschirme erschwert konzentriertes Arbeiten und führt häufig zu Spiegelungen. Innenliegende Sonnenschutzsysteme ermöglichen eine gezielte Regulierung des Lichteinfalls, ohne dass der Raum vollständig abgedunkelt werden muss.

Gerade Plissees oder Vertikaljalousien bieten hier vielfältige Möglichkeiten, Tageslicht und Blendschutz in Einklang zu bringen.

Sichtschutz – ohne auf Tageslicht zu verzichten

Auch der Sichtschutz gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines innenliegenden Sonnenschutzes.

Je nach Stoff und Transparenz lässt sich der Einblick von außen deutlich reduzieren, während gleichzeitig ausreichend Tageslicht in den Raum gelangt.

Besonders in dicht bebauten Wohngebieten oder bei bodentiefen Fenstern erhöht dies den Wohnkomfort erheblich.

Schutz der Einrichtung

Sonnenlicht enthält einen hohen Anteil an ultravioletter Strahlung. Über viele Jahre kann diese dazu beitragen, dass Möbel, Parkett, Teppiche oder Textilien ausbleichen.

Innenliegende Sonnenschutzsysteme können – abhängig vom verwendeten Material – einen Teil dieser UV-Strahlung reduzieren und so dazu beitragen, die Einrichtung langfristig zu schützen.

Sie ersetzen zwar keinen vollständigen UV-Schutz, leisten aber einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt der Innenausstattung.

Sonnenschutz als Gestaltungselement

Hier unterscheiden sich innenliegende Systeme deutlich von vielen außenliegenden Lösungen.

Während außenliegender Sonnenschutz vor allem die Gebäudehülle prägt, beeinflusst innenliegender Sonnenschutz unmittelbar die Wirkung eines Raumes.

Farben, Stoffe, Transparenzen und Dessins bestimmen, wie ein Raum wahrgenommen wird. Sie können eine moderne, klassische oder wohnliche Atmosphäre schaffen und gezielt Akzente setzen.

Heute stehen unzählige Stoffqualitäten zur Verfügung – von nahezu transparenten Geweben bis hin zu abdunkelnden Stoffen für Schlafräume. Auch Struktur, Farbe und Haptik spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.

Deshalb wird innenliegender Sonnenschutz häufig bewusst auf Bodenbeläge, Möbel oder Wandfarben abgestimmt und ist längst Bestandteil moderner Innenraumgestaltung.

Licht gestaltet Räume – und beeinflusst unser Wohlbefinden

Wenn wir einen Raum betreten, nehmen wir ihn zunächst als Ganzes wahr. Erst später achten wir auf Möbel, Farben oder einzelne Details. Den ersten Eindruck bestimmt vor allem das Licht.

Helles, ungefiltertes Sonnenlicht kann einen Raum freundlich wirken lassen. Es kann aber auch blenden, harte Schatten erzeugen oder Farben verfälschen. Gefiltertes Tageslicht wirkt dagegen oft ruhiger und angenehmer. Konturen erscheinen weicher, Kontraste werden reduziert und der Raum gewinnt an Behaglichkeit.

Genau hier zeigt sich eine besondere Stärke innenliegender Sonnenschutzsysteme.

Sie beeinflussen nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Lichtwirkung. Je nach Stoffqualität, Farbe und Transparenz entsteht eine ganz unterschiedliche Atmosphäre. Ein heller, leicht transparenter Stoff lässt Räume offen und freundlich erscheinen. Dunklere Stoffe schaffen eine ruhigere Stimmung und können Geborgenheit vermitteln. Strukturierte Gewebe verleihen dem Tageslicht zusätzliche Tiefe und sorgen für ein lebendiges Erscheinungsbild.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Kunden nicht allein nach technischen Eigenschaften. Sie wählen bewusst einen Stoff oder ein Dessin, das zu ihrer Einrichtung und ihrem persönlichen Wohnstil passt.

Sonnenschutz wird damit zu einem festen Bestandteil der Innenarchitektur. Er erfüllt nicht nur eine technische Funktion, sondern trägt wesentlich dazu bei, wie ein Raum erlebt wird.

Wer schon einmal denselben Raum mit und ohne innenliegenden Sonnenschutz gesehen hat, kennt diesen Unterschied. Das Licht wirkt harmonischer, der Raum ruhiger und die gesamte Einrichtung kommt besser zur Geltung.

Diese Wirkung lässt sich nur schwer in Zahlen ausdrücken – sie ist jedoch täglich spürbar.

Plissee mit floralem Digitaldruck als Gestaltungselement im Wohnraum.
Innenliegender Sonnenschutz kann Funktion und individuelle Raumgestaltung miteinander verbinden.

Beratung bedeutet mehr als Produktauswahl

In unserer täglichen Arbeit erleben wir häufig, dass Kunden zunächst nach einer bestimmten Produktgruppe fragen.

Nach einem gemeinsamen Beratungsgespräch fällt die Entscheidung jedoch oft anders aus.

Nicht, weil ein anderes Produkt besser ist, sondern weil sich während der Planung zeigt, welche Anforderungen tatsächlich bestehen. Manche Räume benötigen in erster Linie einen wirksamen Hitzeschutz. In anderen steht der Blendschutz am Bildschirmarbeitsplatz im Vordergrund. Wieder andere sollen eine angenehme Wohnatmosphäre schaffen oder die Privatsphäre verbessern.

Deshalb betrachten wir Sonnenschutz nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem Gebäude, der Nutzung des Raumes und den Wünschen der Bewohner.

Ein durchdachtes Sonnenschutzkonzept entsteht nicht durch den Kauf eines einzelnen Produkts. Es entsteht durch die richtige Kombination aus Funktion, Gestaltung und individueller Beratung.

Funktion und Design schließen sich nicht aus

Früher stand häufig die Funktion im Vordergrund. Heute erwarten viele Bauherren und Hausbesitzer beides: eine zuverlässige Funktion und eine ansprechende Gestaltung.

Ein hochwertiger Sonnenschutz soll nicht nur zuverlässig arbeiten, sondern sich auch harmonisch in das Wohnkonzept einfügen.

Gerade innenliegende Systeme bieten hierfür nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.

Ob dezente Naturtöne, kräftige Farben, elegante Strukturen oder moderne Dessins – der Sonnenschutz wird zum sichtbaren Bestandteil der Einrichtung und unterstreicht den persönlichen Wohnstil.

RAL-Farben zur Auswahl für Sonnenschutzanlagen.
Farben und Oberflächen tragen wesentlich zur Gestaltung moderner Sonnenschutzanlagen bei.

Unser Fazit

Innenliegender Sonnenschutz ist weit mehr als ein einfacher Sichtschutz.

Er verbessert den Sehkomfort, schützt die Privatsphäre, unterstützt den Schutz der Einrichtung vor UV-Strahlung und trägt wesentlich zur Atmosphäre eines Raumes bei.

Wer ausschließlich den sommerlichen Wärmeschutz betrachtet, übersieht viele dieser Vorteile. Erst wenn sowohl die bauphysikalischen Anforderungen als auch die Nutzung und Gestaltung der Räume berücksichtigt werden, entsteht ein durchdachtes Sonnenschutzkonzept.


Warum sich außenliegender und innenliegender Sonnenschutz sinnvoll ergänzen

Immer wieder erleben wir in Beratungsgesprächen, dass Kunden nach der „besten“ Sonnenschutzlösung fragen.

Die Antwort fällt oft überraschend aus: Die eine perfekte Lösung gibt es nicht.

Jedes Sonnenschutzsystem besitzt eigene Stärken und erfüllt bestimmte Aufgaben. Erst wenn diese sinnvoll miteinander kombiniert werden, entsteht ein ganzheitliches Sonnenschutzkonzept.

Ein außenliegender Sonnenschutz reduziert den Wärmeeintrag in das Gebäude und trägt dazu bei, dass sich Räume im Sommer weniger stark aufheizen.

Ein innenliegender Sonnenschutz übernimmt dagegen Aufgaben, die außenliegende Systeme nur eingeschränkt erfüllen können. Er verbessert den Blendschutz, schützt vor neugierigen Blicken, beeinflusst die Lichtstimmung und wird bewusst als Gestaltungselement im Wohnraum eingesetzt.

Es geht deshalb nicht um ein „Entweder-oder“, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Funktionen.

Senkrechtmarkise an einem Bürogebäude.
Senkrechtmarkisen reduzieren Blendung und Sonneneinstrahlung bei großen Fensterflächen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Stellen Sie sich ein Wohnzimmer mit einer großen Fensterfront nach Westen vor.

Am Nachmittag scheint die Sonne direkt in den Raum. Ohne außenliegenden Sonnenschutz erwärmen sich Boden, Möbel und Wände deutlich. Gleichzeitig entstehen starke Blendungen auf dem Fernseher und der tief stehende Sonnenstand beeinträchtigt den Wohnkomfort.

Ein außenliegender Raffstore oder eine Senkrechtmarkise reduziert den Wärmeeintrag bereits vor der Verglasung und verhindert, dass sich der Raum unnötig aufheizt.

Am Abend, wenn die Sonne nicht mehr direkt auf das Fenster trifft, verändern sich die Anforderungen. Jetzt steht häufig der Sichtschutz im Vordergrund. Gleichzeitig soll der Wohnraum gemütlich wirken und ausreichend Tageslicht erhalten.

Hier spielt der innenliegende Sonnenschutz seine Stärken aus. Ein Plissee oder Rollo schafft eine angenehme Atmosphäre, schützt die Privatsphäre und fügt sich harmonisch in die Einrichtung ein.

Beide Systeme erfüllen also unterschiedliche Aufgaben – und genau deshalb ergänzen sie sich.

Jede Himmelsrichtung stellt andere Anforderungen

Nicht jedes Fenster ist den gleichen Belastungen ausgesetzt.

Fenster nach Süden profitieren über viele Stunden von direkter Sonneneinstrahlung. Hier steht häufig der sommerliche Wärmeschutz im Vordergrund.

Fenster nach Westen sind besonders in den Nachmittags- und Abendstunden anspruchsvoll. Die tief stehende Sonne kann zu einer intensiven Erwärmung und starken Blendungen führen.

Fenster nach Osten werden vor allem am Morgen von direkter Sonne erreicht.

Nordfenster erhalten dagegen meist nur wenig direkte Sonneneinstrahlung. Hier spielen Wärmeschutz und Blendung häufig eine geringere Rolle. Dafür stehen Sichtschutz und Raumgestaltung oft stärker im Fokus.

Diese Unterschiede zeigen, dass Sonnenschutz immer individuell geplant werden sollte.

Auch die Nutzung des Raumes ist entscheidend

Individuelle Sonnenschutzberatung vor Ort.
Eine gute Sonnenschutzlösung beginnt mit einer individuellen Beratung und sorgfältigen Planung.

Ein Schlafzimmer stellt andere Anforderungen als ein Wohnzimmer oder ein Büro.

Im Homeoffice ist ein blendfreier Bildschirm häufig wichtiger als eine vollständige Verdunkelung.

Im Wohnzimmer wünschen sich viele Menschen eine angenehme Lichtstimmung und Schutz vor neugierigen Blicken.

Im Schlafzimmer steht dagegen oft die Abdunkelung im Vordergrund.

In der Küche soll möglichst viel Tageslicht erhalten bleiben, gleichzeitig darf die tief stehende Sonne beim Kochen nicht blenden.

Deshalb beginnt eine gute Beratung immer mit der Frage:

Wie wird der Raum genutzt?

Erst danach sollte entschieden werden, welches Sonnenschutzsystem die Anforderungen am besten erfüllt.

Es gibt keine Universallösung

Wer ausschließlich auf den sommerlichen Wärmeschutz achtet, wird die Vorteile außenliegender Systeme schnell erkennen.

Wer ausschließlich an Wohnkomfort und Gestaltung denkt, entdeckt die Stärken innenliegender Lösungen.

Ein gutes Sonnenschutzkonzept berücksichtigt jedoch beide Aspekte.

Es verbindet Bauphysik mit Wohnqualität.

Technik mit Gestaltung.

Funktion mit Atmosphäre.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen der Auswahl eines einzelnen Produktes und einer fachgerechten Planung.

Unser Beratungsansatz

Jedes Gebäude ist anders.

Fenstergrößen, Himmelsrichtungen, Verglasung, Nutzung der Räume und persönliche Wünsche unterscheiden sich von Haus zu Haus.

Deshalb empfehlen wir keine Standardlösung.

Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden die vorhandene Situation und entwickeln ein Sonnenschutzkonzept, das sowohl den technischen Anforderungen als auch den gestalterischen Wünschen gerecht wird.

Denn guter Sonnenschutz beginnt nicht mit der Auswahl eines Produktes – sondern mit einer durchdachten Planung.


Häufige Irrtümer rund um den Sonnenschutz

Rund um das Thema Sonnenschutz kursieren viele Aussagen, die nur teilweise richtig sind oder wichtige Zusammenhänge außer Acht lassen. Einige davon begegnen uns regelmäßig in Beratungsgesprächen.

Irrtum 1: „Innenliegender Sonnenschutz bringt gegen Hitze überhaupt nichts.“

Diese Aussage ist in dieser Form nicht richtig.

Richtig ist, dass außenliegender Sonnenschutz den Wärmeeintrag deutlich wirksamer reduzieren kann, weil die Sonnenstrahlung bereits vor der Verglasung abgefangen wird.

Innenliegende Sonnenschutzsysteme erfüllen jedoch andere wichtige Aufgaben. Sie reduzieren Blendungen, schützen die Privatsphäre, beeinflussen die Lichtstimmung und können – abhängig vom Material – auch den Eintrag von Sonnenenergie teilweise reduzieren.

Wer ausschließlich auf den sommerlichen Wärmeschutz schaut, greift daher zu kurz.


Irrtum 2: „Je dunkler der Stoff, desto besser der Sonnenschutz.“

Viele Menschen verbinden dunkle Stoffe automatisch mit einem besseren Schutz.

Tatsächlich hängt die Wirkung eines innenliegenden Sonnenschutzes von mehreren Faktoren ab.

Neben der Farbe spielen unter anderem die Gewebeart, die Transparenz, die Beschichtung und die Reflexionseigenschaften eine wichtige Rolle.

Deshalb lässt sich die Qualität eines Sonnenschutzes nicht allein an der Stofffarbe erkennen.


Irrtum 3: „Eine moderne Wärmeschutzverglasung macht Sonnenschutz überflüssig.“

Moderne Verglasungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung.

Sie können den Wärmeeintrag reduzieren, verhindern jedoch nicht, dass Sonnenenergie in das Gebäude gelangt.

Gerade bei großen Fensterflächen oder ungünstigen Gebäudeausrichtungen bleibt ein wirksamer Sonnenschutz ein wichtiger Bestandteil des sommerlichen Wärmeschutzes.


Irrtum 4: „Rollläden sollten im Sommer immer vollständig geschlossen bleiben.“

Ein vollständig geschlossener Rollladen reduziert zwar den Wärmeeintrag, gleichzeitig fehlt jedoch Tageslicht.

In vielen Situationen ist es sinnvoller, den Sonnenschutz so einzustellen, dass möglichst wenig direkte Sonneneinstrahlung in den Raum gelangt und dennoch ausreichend natürliches Licht erhalten bleibt.

Bei großer Hitze kann es zudem sinnvoll sein, Rollläden nicht vollständig zu schließen, sondern einen kleinen Spalt zur Hinterlüftung zu lassen. Dadurch kann sich die Luft zwischen Rollladen und Fensterscheibe besser austauschen. Welche Einstellung sinnvoll ist, hängt jedoch immer von der jeweiligen Einbausituation, der Fassadenrichtung und den Wetterbedingungen ab.


Irrtum 5: „Sonnenschutz ist nur im Sommer wichtig.“

Auch außerhalb der heißen Jahreszeit erfüllt Sonnenschutz wichtige Aufgaben.

Er schützt vor Blendungen durch tief stehende Wintersonne, sorgt für Sichtschutz und trägt ganzjährig zum Wohnkomfort bei.

Viele Systeme unterstützen außerdem die Steuerung des Tageslichts und können damit zu einer angenehmen Raumatmosphäre beitragen.

Seitlicher Sichtschutz für Terrasse und Garten.
Ein Sichtschutz schafft Privatsphäre und schützt gleichzeitig vor tief stehender Sonne.

Unser Fazit

Die Frage, ob außenliegender oder innenliegender Sonnenschutz die bessere Wahl ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Beide Systeme erfüllen unterschiedliche Aufgaben und verfolgen unterschiedliche Ziele.

Außenliegende Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz, indem sie einen großen Teil der Sonnenenergie bereits vor der Verglasung abfangen.

Innenliegende Sonnenschutzsysteme sorgen dagegen für Blend- und Sichtschutz, beeinflussen die Lichtstimmung im Raum und eröffnen vielfältige Möglichkeiten der Raumgestaltung. Farben, Stoffe und Dessins machen sie zu einem festen Bestandteil moderner Wohnkonzepte.

Aus unserer Erfahrung entstehen die besten Lösungen dann, wenn Gebäude, Fenster, Himmelsrichtung und Nutzung der Räume gemeinsam betrachtet werden. Nicht jedes Fenster benötigt dieselbe Lösung, und nicht jede Anforderung lässt sich mit einem einzigen Produkt erfüllen.

Deshalb beginnt guter Sonnenschutz nicht mit der Entscheidung für eine Markise, einen Raffstore oder ein Plissee. Er beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der individuellen Anforderungen.

Ein durchdachtes Sonnenschutzkonzept trägt dazu bei, Räume im Sommer angenehmer zu temperieren, Blendungen zu reduzieren, die Privatsphäre zu schützen und Wohnräume atmosphärisch zu gestalten. Es verbindet Bauphysik mit Wohnkomfort und Funktion mit Design.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem einzelnen Sonnenschutzprodukt und einer langfristig passenden Lösung.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Sonnenschutz schützt am besten vor Hitze?

Für den sommerlichen Wärmeschutz gelten außenliegende Sonnenschutzsysteme als besonders wirksam, da sie einen großen Teil der Sonnenstrahlung bereits vor der Verglasung abfangen.

Ist innenliegender Sonnenschutz trotzdem sinnvoll?

Ja. Innenliegende Systeme verbessern den Blendschutz, schaffen Privatsphäre, beeinflussen die Lichtstimmung und sind ein wichtiger Bestandteil der Raumgestaltung.

Können außen- und innenliegender Sonnenschutz kombiniert werden?

Ja. In vielen Gebäuden ergänzt sich beides sinnvoll. Außenliegende Systeme reduzieren den Wärmeeintrag, innenliegende Anlagen erhöhen den Wohnkomfort und ermöglichen eine individuelle Lichtgestaltung.

Welcher Sonnenschutz eignet sich für große Fensterflächen?

Das hängt von der Nutzung und der Gebäudeausrichtung ab. Häufig kommen Raffstores, Senkrechtmarkisen oder Rollläden zum Einsatz. Ergänzend sorgen innenliegende Systeme für Blendschutz und eine angenehme Raumwirkung.

Lohnt sich eine Beratung?

Jedes Gebäude stellt andere Anforderungen. Fenstergröße, Himmelsrichtung, Verglasung und Nutzung der Räume unterscheiden sich erheblich. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, ein Sonnenschutzkonzept zu entwickeln, das sowohl technisch als auch gestalterisch überzeugt.


Weiterführende Informationen

Die Wirkungsweise außenliegenden Sonnenschutzes ist in verschiedenen Fachveröffentlichungen beschrieben. Empfehlenswerte Informationen finden Sie unter anderem beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), beim Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e. V. sowie in den Normen DIN EN 14501 und DIN EN 13561.


Gute Planung beginnt mit den richtigen Fragen

Welcher Sonnenschutz der richtige ist, hängt nicht allein vom Produkt ab. Entscheidend sind unter anderem die Gebäudeausrichtung, die Größe der Fensterflächen, die Nutzung der Räume und Ihre persönlichen Wünsche.

Deshalb nehmen wir uns Zeit für eine individuelle Beratung. Gemeinsam entwickeln wir ein Sonnenschutzkonzept, das sowohl technisch als auch gestalterisch zu Ihrem Zuhause passt.


Über den Autor

Dennis Witschel ist Inhaber von Sonnenschutzsysteme Witschel und seit über 20 Jahren im Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk tätig.

Als Fachbetrieb plant, montiert und wartet das Unternehmen Sonnenschutzlösungen für private und gewerbliche Gebäude. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Markisen, Raffstores, Rollläden, Senkrechtmarkisen sowie innenliegende Sonnenschutzsysteme.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der fachgerechten Beratung. Denn jedes Gebäude stellt andere Anforderungen an den Sonnenschutz. Faktoren wie Gebäudeausrichtung, Fensterflächen, Nutzung der Räume und individuelle Wünsche der Bewohner sollten bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Durch regelmäßige Weiterbildungen und die Ausbildung zum Sachverständigen vertieft Dennis Witschel kontinuierlich sein Fachwissen. Ziel ist es, Kunden nicht nur Produkte anzubieten, sondern Lösungen zu entwickeln, die technisch überzeugen und langfristig zum Gebäude passen.


Sie möchten die passende Sonnenschutzlösung für Ihr Zuhause finden?

Jedes Gebäude ist anders. Fenstergrößen, Himmelsrichtungen, Verglasungen und die Nutzung der Räume unterscheiden sich ebenso wie die Wünsche der Bewohner.

Deshalb gibt es aus unserer Sicht keine Standardlösung.

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehlen wir Ihnen auch unseren Beitrag:

„Unabhängige Sonnenschutzberatung – Der Sonnenschutz-Kompass. Warum ich künftig auch berate, wenn Sie später woanders kaufen.“

Darin erfahren Sie, warum eine objektive Beratung häufig wertvoller ist als die schnelle Entscheidung für ein bestimmtes Produkt und weshalb wir zunächst die Anforderungen Ihres Gebäudes analysieren, bevor wir eine Empfehlung aussprechen. 

👉 Zum Ratgeber:
Unabhängige Sonnenschutzberatung – Der Sonnenschutz-Kompass

Wenn Sie anschließend Fragen haben oder eine persönliche Beratung wünschen, nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Gemeinsam entwickeln wir ein Sonnenschutzkonzept, das zu Ihrem Gebäude, Ihren Anforderungen und Ihrem Wohnstil passt.